"Des
Menschen Lebenslauf gleicht
einer Irrebahn ..."
Mit dieser Zeile beginnt das Gedicht
"Aufschrift eines Labyrinths" des Barockdichters
Daniel Casper von Lohenstein. Darin heißt es vom Labyrinth:
"Wer aber durch den Bau vernünftig irregeht, / Wird
seines Heiles Weg, der Wahrheit Richtschnur finden ..."
Ein Jahrhundert später sagt Mephistopheles zu Homunculus:
"Wenn du nicht irrst, kommst du nicht zu
Verstand."
Über diese dialektischen Wahrheiten
habe ich mir in meinem Buch "Das Labyrinth. Symbol für
Angst, Wiedergeburt und Befreiung" Gedanken gemacht. Es
ist 1994 im Kreuz-Verlag Stuttgart erschienen,1997 in
Englisch bei Shambhala Publications Boston & London und
1999 in Japanisch bei Seidosha Tokyo.
"...
man muss noch Chaos in sich haben ..."
Darin gebe ich Nietzsches Zarathustra
Recht. In meinem Alter ist es nicht selbstverständlich,
"noch" tanzende Sterne zu gebären. Aber ich habe
vor, es zu tun.

Kairos-Relief
von Trogir