Helmut Jaskolski, Das Labyrinth, Kapitel 12

 

Daidalos und Ikaros

 

 

  

Daidalos und Ikaros fliehen aus dem Labyrinth.

Compiègne: Kalksteinrelief eines unbekannten Künstlers

(wahrscheinlich 17. Jahrhundert)

 

 

 

 Nun gibt es meiner Meinung nach keinen Kerker,

der einem hartnäckigen Fluchtwillen standhält,

keine Schranke, keinen Graben,

den Kühnheit und Entschlossenheit nicht überschreiten.

André Gide, Theseus

 

Dem Kerker entfliehen! Die athenisch inspirierte Geschichte vom kretischen Laby­rinth endet nicht mit dem Tod des Minotauros und der Entführung der Prinzessin Ariadne. Zurück bleibt Minos, der besiegte König, verraten und gedemütigt. Er sinnt auf Rache, und sein Zorn trifft den Urheber allen Mißgeschicks: Daidalos.

 

Daß der Emigrant aus Athen nicht nur der Retter in der Not gewesen war, als Pasiphaë die entsetzliche Mißgeburt zur Welt brachte, sondern maßgeblich an ihrem Zustandekommen beteiligt war - das erfuhr Minos allzu spät. Oder sollte er es bislang nur verdrängt haben? Jedenfalls war Daidalos nicht nur der geniale Architekt des Labyrinthos, sondern auch der verdammte Konstrukteur der fatalen Liebesmaschine, der prothetischen Kuh. Und dafür sollte er büßen! Von einer Bestrafung Pasiphaës war nicht die Rede, aber von einer zusätzlichen Sippenhaft für den männlichen Gehilfen: Auch IKAROS, des Daidalos Sohn aus seiner Verbindung mit NAUKRATE, einer der Sklavinnen am königlichen Hof, war dem­nach festzusetzen, zusammen mit dem Vater zu internieren, und zwar -  Ironie des Schicksals - im Labyrinthos, dem gerade funktionslos gewordenen Staatsgefängnis. Da saßen sie nun, bewacht von den Mannschaften des minoischen Staatssicherheitsdienstes, oder sie durchwanderten - ohne einen orientierenden Faden - die endlosen Gänge, kreuz und quer, stockwerktief hinunter und wieder hinauf. Es wird erzählt, daß Pasiphaë heimlich ihre Verbindungen spielen ließ und die Befreiung der Gefangenen bewirkte, aber faszinierender ist die Geschichte, nach der Daidalos seine Befreiung aus dem Labyrinthos selbst besorgte, indem er zum letzten Mal seine Erfindungsgabe triumphieren ließ.

 

Der Labyrinthos war keine total geschlossene Anlage, wie man vermuten könnte, sondern nach oben offen. Bei seiner Konstruktion war Daidalos davon ausgegangen, daß es den Menschen nicht vergönnt ist, sich wie die Vögel oder gar die Götter in die luftige Höhe zu erheben. Die Horizontale ist das dem Menschen Gemäße, nicht die Vertikale. Als sich Daidalos daran machte, die technischen Mittel für die Flucht nach oben zu konstruieren, wurde er nicht nur zum Ahnherrn der modernen Luftfahrt, sondern auch zum Rebell gegen die beschränkten Daseinsbedingungen des Menschen, gegen die bloß horizontale Dimension des Lebens. Federn aller Art, große und kleine, benötigte er für sein grandioses Unternehmen, und da mögen ihm Pasiphaës Freunde geholfen haben. Die großen Federn verband er mit Fäden, die kleinen mit Wachs zu zwei kunstvollen Flügelpaaren, eines für Ikaros, das andere für sich selbst.

 

Als die Stunde der Befreiung gekommen war - die Probeflüge waren günstig verlaufen -, ermahnte der Vater eindringlich, mit Tränen in den Augen, den geliebten Sohn:

Sei gewarnt, mein Sohn! Fliege nicht zu hoch, damit die Sonne nicht das Wachs schmelze, noch lasse dich zu tief herab, damit die Federn nicht vom Meer benetzt werden!1

 

Mit den Flügeln auf dem Rücken setzten sie zum Start an, und während sie den labyrinthischen Kerker hinter sich ließen, mahnte der Vater noch einmal in ängstlicher Sorge, indem er rief: Folge mir dicht nach, und ändere die Richtung nicht! Flügelschlagend bewegten sie sich nach Nordosten. Fischer, Schafhirten und Bauern schauten ihnen erstaunt nach, voll frommen Schauders vor den vermeintlich göttlichen Wesen.

 

Zunächst verlief alles programmgemäß. Doch dann - sie hatten Naxos, Delos und Paros gerade hinter sich gelassen - verweigerte Ikaros die Gefolgschaft und flog, voller Freude über die Kraft seiner Flügel, höher und höher, der Sonne entgegen. Als Daidalos über seine Schultern zurückblickte, war Ikaros verschwunden. Die Katastrophe hat Ovid in seinen »Metamorphosen« bewegend geschildert:

Die Nähe der zehrenden Sonne macht das duftende Wachs, die Fesseln der Feder, weich. Hingeschmolzen war das Wachs; er rudert mit den nackten Armen, bekommt ohne Flugwerk keine Luft mehr zu fassen, und der Mund, der noch den Namen des Vaters hinausschreit, wird vom blauen Wasser verschlungen . . . Doch der unglückliche Vater, nun kein Vater mehr, rief: »Icarus! - Icarus«, rief er, »wo bist du, unter welchem Himmelsstrich soll ich dich suchen?«2

 

Als er schließlich die Federn in den Wogen erblickte, flog er hin und her, bis er den Leichnam des Sohnes gefunden hatte. Seine Künste verfluchend, trug er den Toten zu einer nahen Insel und begrub ihn hier.

 

Dies ist für Daidalos die Stunde der Wahrheit. Seine Gedanken schweifen zurück in seine Vaterstadt Athen. Damals war ihm, dem gefeierten Künstler und Ingenieur, ein junger Mensch wie Ikaros anvertraut gewesen: TALOS, der Sohn seiner Schwester POLYKASTE. Der aufgeweckte Junge war ein gelehriger Schüler, und so kam es, daß er - gerade erst zwölf Jahre alt - den Meister an Geschicklichkeit übertraf: Säge, Töpferscheibe und Zirkel waren seine klugen Erfindungen. Daidalos gelang es noch einige Zeit, die Produkte seines Zöglings als die eigenen auszugeben, aber die athenische Öffentlichkeit ließ sich eben nicht für immer hinters Licht führen. Eine unerträgliche Eifersucht ergriff den erfolgsverwöhnten Mann. Eines Tages nahm er Talos mit auf das Dach des Tempels der Athene auf der Akropolis, angeblich, um mit ihm die weite Aussicht zu genießen, und stürzte den Ahnungslosen in die Tiefe. Der Mord wurde entdeckt, aber Daidalos entzog sich dem Prozeß durch die Flucht nach Kreta. Alles, was er seitdem erdacht und erfunden hatte, war zum Unheil ausgeschlagen, zuletzt die so großartige Erfindung de menschlichen Fluges. Hatte ihn Ikaros übertreffen wollen, wie es Talos tatsächlich gelungen war? War es Protest, Übermut oder Sehnsucht gewesen, was ihm den Tod gebracht hatte? Gefühle hatten das kühl geplante, umsichtig organisierte Unternehmen der Befreiung zum Fiasko geraten lassen, falsche Gefühle. Kühnheit und Entschlossenheit überwinden jeden Kerker, wenn sie sachdienlich eingesetzt werden; alles, was darüber hinausschießt, ist vom Übel! Ikaros war - das wußte Daidalos – seit jeher ein Träumer gewesen; den Hang zur Mystik hatte ihn der Vater oft genug vorgeworfen. Kann man dem Labyrinth des Minos entkommen, wenn man das Labyrinth im eigenen Kopf hat, ein Labyrinth metaphysischer Gaukelbilder und utopischer Wunschvorstellungen: Einbildungen, Visionen oder Spekulationen ohne Beständigkeit, Logik, Festigkeit?3 Man überlebt nur mit einem klaren Kopf! Aufstände gegen die väterliche Autorität und Aufschwünge zur Sonne sollte man sich für der Urlaub aufheben! Ja, das war es! Daidalos geriet zusehend wieder ins Gleichgewicht. Er mußte weitersehen!

 

Der einsam Gewordene schwang sich wieder in die Luft, flog westwärts weiter und landete in CUMAE unweit von Neapel, dort, wo sich die Erde auftut in der riesigen Grotte, den Eingang zum HADES. An dieser Stätte weihte er seine Flüge dem Gott APOLLON und baute ihm einen Tempel mit goldenen Dach und goldenen Toren, die er mit erinnernden Bilder schmückte: auf dem einen Türflügel den Tod des ANDROGEOS, auf dem anderen das kretische Labyrinth und seine verhängnisvolle Geschichte. Aber seine künstlerische Kraft versagt, als er auch den Tod des Sohnes zu bannen versuchte:

Auch dir war, Ikarus, ein Ehrenplatz

In solchem Künstlerwerke zugedacht;

Der Schmerz verbot es ihm: er hatte zweimal

Die Hand gerührt, den Sturz in Gold zu bilden,

Zweimal ließ sinken er die Vaterhand.4

 

Die nächste Station auf dem Weg des rastlosen Emigranten war KAMIKOS in Sizilien. König KOKALOS nahm ihn gastfreundlich auf, und auch hier machte er sich nützlich, indem er Gebäude errichtete und für die Töchter des Königs modische Schmuckstücke herstellte.

 

Inzwischen hatte sich Minos auf die Suche nach dem entflohenen Daidalos gemacht. Mit seiner Flotte reiste er von Stadt zu Stadt, und überall zeigte er ein Schneckenhaus mit der Ankündigung, eine große Belohnung erhalte derjenige, der einen Faden durch dessen Windungen zu ziehen verstehe. Als er in Kamikos angekommen war, reichte er auch seinem Kollegen Kokalos das besagte Gehäuse. Dieser versprach ihm die Lösung der Aufgabe, ging heimlich zu Daidalos und bat ihn um Rat. Ein ahnendes Lächeln spielte im Gesicht des alten Meisters. Er durchbohrte die Spitze des Schneckenhauses, band einen Seidenfaden an eine Ameise und ließ sie hinein-kriechen. Indem er Honig an die Ränder der großen Öffnung strich, lockte er das Tier mit dem Faden durch den Spiralgang. Kokalos gab Minos das fadendurchzogene Gehäuse triumphierend zurück und forderte die Belohnung. Doch der entgegnete, nur Daidalos könne der Erfinder sein, und bestand auf der Auslieferung des Gesuchten. Vielleicht ging es auch etwas verbindlicher zu: Freundlich bat er Kokalos, ihm doch den alten Freund wieder zu überlassen. Bald war Einvernehmen erzielt; der Tag der Abreise sollte mit einem festlichen Mahl begangen werden. Doch die Töchter des Sizilianers erhoben Einspruch. Sie wollten auf die Erfindungskünste des geschätzten Meisters nicht verzichten und heckten deshalb einen furchtbaren Plan aus. Als Minos vor dem Abschiedsmahl ein Bad nahm, traten sie hinzu und bedienten ihn. Aber statt mit Wasser übergossen sie ihn mit siedendem Pech.

 

Andere wußten angeblich Genaueres: Daidalos habe durch das Dach des Badezimmers ein Rohr gezogen, durch das die Prinzessinnen kochendes Wasser ins Bad fließen ließen. Kokalos schließlich übergab den Kretern den Leichnam des Königs mit den schnöden Worten, Minos sei über einen Teppich gestolpert und in einen Kessel kochenden Wassers gestürzt. Ein schreckliches, schmachvolles Ende für den großen König! Das Gefolge des Minos jedoch bestattete den toten Herrscher mit großen Ehren in der Mitte des Tempels der APHRODITE zu Kamikos. Und Zeus ernannte seinen Sohn zu einem der drei Totenrichter in der Unterwelt.

 

Die Spuren des Daidalos verlieren sich im Dunkel der Mythen. Sollte er noch immer unterwegs sein: der ruhelos Emigrant und unheilbringende Schöpfer sinnreicheri Artifizialitäten, welcher seine Kunst selbst verflucht hatte?5

 

Dem Kerker entfliehen, ohne in neue Kalamitäten zu geraten: Diese Aufgabe kann offensichtlich weder Daidalos noch Ikaros lösen. Der Vater rettet zwar sein Leben, aber um den Preis der Zukunft. Er setzt seine unverbesserliche Produktion kluger und zugleich heilloser Erfindungen aufs Geratewohl fort, komme, was da wolle. Was ihm fehlt, wird er auf seine alten Tage kaum noch lernen. Und Ikaros? Ist er vor dem Absturz zu bewahren, zum Leben zu befähigen?

 

Ganz unterschiedliche Meinungen haben sich da gebildet.6  Auf der Schwelle der Neuzeit reimte SEBASTIAN BRANT in seinem »Narrenschiff«:

Täglich sieht man der Narren Fall

Und spottet ihrer überall.

Sie sind verachtet bei den Klugen,

Die selbst die Narrenkapp oft tragen . . .

Hätt Phaethon nicht den Wagen bestiegen,

Wollt Ikarus so hoch nicht fliegen,

Wären gefolgt den Vätern beide -

Sie blieben verschont von Tod und Leide.7

 

Ikaros, ein Narr, weil er die Autorität des Vaters mißachtet, hat den Spott der Nachwelt verdient, falls er nicht in frommem Schauder mit dem Satan identifiziert wird, dessen Aufstand gegen Gott mit dem Sturz in die Hölle endet, wie wir es in JOHN MILTONS Epos »Das verlorene Paradies« lesen8.

 

Eine andere, modern zu nennende Ansicht des Ikaros-Schicksals hat der Maler PIETER BRUEGEL gestaltet, in einem Gemälde, das erst 1912 entdeckt worden ist, als ob es die Jahrhunderte über darauf gewartet habe, zu Beginn des zwanzigsten seine pessimistische Botschaft auszusprechen: »Landschaft mit Ikarussturz«9.

 

Darin ignoriert die geschäftige Welt den Fall des jungen Himmelsstürmers völlig. Fischer, Schafhirten und Bauern schauen nicht erstaunt auf, um ein übermenschliches Schauspiel zu bewundern, wie einmal erzählt wurde, sondern bleiben mit den eigenen Angelegenheiten beschäftigt.

 

 

Pieter Bruegel, Landschaft mit Ikarussturz

 

Irritiert sucht der Betrachter des Bildes den Stürzenden. Ikaros scheint überhaupt nicht dazusein. Erst bei genauerem Hinsehen entdeckt er in der rechten unteren Ecke zwei Beine, die aus den Fluten des Meeres herausragen, darüber, schwebend in der Luft, ein paar Federn. Marie Luise Kaschnitz bemerkt dazu:

Von dem Himmelssturz hat der gelehrte und vernünftige Bruegel nur den allerletzten Augenblick festgehalten, eben diese Beine, die lächerlich strampeln - so als habe er sich lustig machen wollen über das jämmerliche Ende eines Traums.10

 

Die ganze Resignation unseres Jahrhunderts angesichts jugendlicher Aufschwünge findet der amerikanische Lyriker WYSTAN HUGH AUDEN in diesem Bild wieder:

Über Leiden waren sie niemals geteilter Meinung,

die Alten Meister: Wie gut sie wußten,

wie es für sich ist und einfach stattfindet,

während irgendeiner ißt oder ein Fenster öffnet oder gerade vorbeigeht . . .

Bruegels Ikarus zum Beispiel: Wie alles sich

müßig von dem Unheil abwendet; der Pflüger hörte wo: den Aufprall, den einsamen Schrei,

aber für ihn stand nicht viel auf dem Spiel; die Sonne schien wie sie mußte auf die weißen Beine, die im grünen Wasser verschwanden;

und das Prunkschiff, das freilich etwas Erstaunliches sah,

einen Knaben, der vom Himmel fiel,

hatte irgendwo anzukommen und nahm ruhig seinen Weg.11

 

Trotzdem: Wer anders als Ikaros könnte mit Erfolg aus dem Labyrinth entfliehen und die Zukunft gewinnen? Es genügt nicht, das Fliegen zu lernen. Die väterlichen Appelle an die Vernunft des Sohnes haben den verhängnisvollen Höhenflug nicht verhindert, ein schwächlicher Tiefflug wäre um nichts besser gewesen. Was fehlt Ikaros, dem Träger unserer Hoffnungen? Ganz gewiß der Sinn für die Realität! Aber sollten wir wünschen, daß er seinem Vater folge?  

Dem aufmerksamen Leser der postlabyrinthischen Geschichte wird es nicht entgangen sein, daß hier die Männer unter sich sind. Von Pasiphaë haben sie sich emanzipiert. Naukrate, die Mutter des Ikaros, ist nichts als eine genealogische Erinnerung. Was aber wäre Theseus ohne Ariadne gewesen? Und was ist Ikaros ohne die hilfreiche Göttin, ohne die menschliche Aphrodite?

 

Nicht die abstrakten Appelle an die Vernunft, nicht die sich wiederholende Mahnung an moralische Verpflichtungen benötigt Ikaros, sondern die Kraft des Eros, die Schwingen der Liebe, die ihn nicht ins Unendliche tragen, sondern in die Verantwortung für das Hier und das Jetzt und die Zukunft.

 

 

 

 

Anmerkungen

Motto:

André Gide, Theseus. In: Sämtliche Erzählungen, Stuttgart 1965, S. 624

 

1   Ovid: Metamorphosen. Das Buch der Mythen und Verwandlungen. In Prosa neu übersetzt von Gerhard Fink. Frankfurt 1992, S. 189 (VIII, 203-208).

Meine Erzählung der Daidalos-Ikaros-Geschichte stützt sich vor allem auf die Darstellung von Robert v. Ranke-Graves, Griechische Mythologie, Quellen und Deutung, Band I und II, Reinbek bei Hamburg 1960. Vgl. auch Gustav René Hocke: Manierismus in der Literatur. Sprachalchemie und esoterische Kombinationskunst. Hamburg 1959, S. 204

 

2  Ovid: Metamorphosen. Das Buch der Mythen und Verwandlungen, a.a.O., S. 190 (VIII, 225-233).

 

3   André Gide: Theseus, a. a. O., S. 624. In Gides Erzählung teilt Daidalos die Informationen zum Labyrinth und        die Geschichte von Ikaros dem Theseus vor (!) dem Labyrinthgang mit.

 

4   Vergil, Aeneis VI, 30-34 (Übersetzung von Eduard Norden).

 

5   Gustav René Hocke: a.a.O., S. 285.

 

6   Vgl. zum folgenden Joseph Leo Koerner: Die Suche nach dem Labyrinth. Dädalus, Ikarus und das Labyrinth. Frankfurt a. M. 1983, speziell S.117 ff.

Eine umfassende Übersicht über die Wirkungsgeschichte gibt „Mythos Ikarus“, Texte von Ovid bis Wolf Biermann, hrsg. von Achim Aurnhammer und Dieter Martin, Leipzig 1998

7   Sebastian Brant: Das Narrenschiff. Übertragen von H. A. Junghans. Stuttgart 1992, S. 145 f.

 

8  John Milton: Das verlorene Paradies. Das englische Original erschien 1667.

 

9    Vgl. Beat Wyss: Pieter Bruegel. Landschaft mit Ikarussturz. Ein Vexier bild des humanistischen Pessimismus. Frankfurt 1993. Die Datierung des Gemäldes schwankt von 1555 bis 1569.

 

10   Marie Luise Kaschnitz: Wohin denn ich. Aufzeichnungen, Hamburg 1963, S. 69.  

 

11   W. H. Auden: Musée des Beaux Arts. In: Der Wanderer. Deutsch von Astrid Claes und Edgar Lohner. Wiesbaden 1955, S. 5.

(c) 1955 by Limes Verlag, Wiesbaden. Mit freundlicher Genehmigung der F. A. Herbig Verlagsbuchhandlung GmbH, München. www.Herbig.net

 

 

 

Bildnachweis

 

Kalksteinrelief eines unbekannten Künstlers. Im Hof des Hôtel du Grand Maître de France, Compiègne

Pieter Breugel: Landschaft mit Ikarussturz. Brüssel, Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique