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Krieg ist kein Kinderspiel Projekt für eine Kultur des Friedens zugunsten der Kinder dieser Welt
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2004
ist das vierte Jahr der
Internationalen Dekade für eine Kultur des Friedens und der
Gewaltlosigkeit. Zielsetzung der Dekade
ist es, mit aller Kraft die Umgestaltung unserer Kultur der Gewalt in eine
Kultur der Gewaltfreiheit und des Friedens zu fördern und so die Leiden
der Kinder und Jugendlichen der Welt zu vermindern. Im Sinne dieser Initiative der Vereinten Nationen gestaltet pax christi Erftstadt in Zusammenarbeit mit ihren Kooperationspartnern ein dreiteiliges Projekt: 1. die Ausstellung
„Ich hab’ den Krieg gezeichnet“,
Kinderzeichnungen der
Sammlung Brauner aus sechs Jahrzehnten, im Pfarrzentrum St. Kilian, 2. ein begleitendes
Kinder- und Jugendprogramm, speziell in den Schulen, 3. Veranstaltungen für Erwachsene im Ausstellungsraum und an anderen Orten.
27.
Juni bis 18. Juli Das Projekt soll Impulse dafür geben, wie junge und erwachsene Menschen zur Kultur des Friedens beitragen können. Diese ist im Wesentlichen bestimmt durch fünf
Elemente: Konfliktlösung ohne Gewalt – Achtung der Menschenrechte und Demokratie - Interkulturelles Lernen - Solidarität -
Lokales Handeln
c/o Helmut Jaskolski, Kurt-Schumacher-Str. 30, 50374 Erftstadt, Tel. 02235-5786, E-Mail: helmut@jaskolski.de in Zusammenarbeit mit Carl-Schurz-Schule
(Hauptschule Liblar), CulturCooperation e.V. Hamburg, Dekanatsrat
Erftstadt, Deutsche UNESCO-Kommission, Evangelische Kirchengemeinde
Lechenich, Freie Waldorfschule Erftstadt, Förderverein
der Stadtbücherei Erftstadt, Gottfried-Kinkel-Schule (Realschule Liblar),
Gymnasium Lechenich, Katholische Gemeinde St. Barbara, Katholische
Gemeinde St. Kilian, Katholischer Fonds München, Komitee für Grundrechte
und Demokratie e.V. (Aktion "Ferien vom Krieg"), Ökumenischer
Arbeitskreis Flüchtlingshilfe, Ökumenischer Arbeitskreis PRO ASYL, pax
christi Bistumsstelle Köln, Realschule Lechenich, SCHAU-FENSTER
Künstlerforum Erftstadt e.V., Stadtbücherei Erftstadt, terre des hommes
Arbeitsgruppe Erftstadt, UNICEF Arbeitsgruppe Erftkreis, Ville-Gymnasium
Liblar
Schirmherr Ernst-Dieter Bösche, Bürgermeister von Erftstadt
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Ich
hab’ den Krieg gezeichnet
Ausstellung im Pfarrzentrum St. Kilian, Erftstadt-Lechenich27.
Juni bis 18. Juli werktags 9 – 12 und 14 – 18 Uhr (und nach Vereinbarung), sonntags 11.30 – 13.00 UhrVeranstaltungskalenderMai/Juni: vorlaufendes Unterrichtsprogramm in den beteiligten Schulen So., 27. Juni: 10.30 h: Gottesdienst in St. Kilian zum Thema Kinder. 11.30 h: Eröffnung der Ausstellung „Ich hab’ den Krieg gezeichnet“ im Pfarrzentrum St. Kilian. Mit Beiträgen des Jugendprojektchores "A better world" (Ltg. Donatus Haus) Mi., 30. Juni: 20.00 h: Vortrags- und Diskussionsabend: Clemens Ronnefeldt, Friedensreferent der deutschen Sektion des Internationalen Versöhnungsbundes, analysiert die internationale Lage und zeigt Alternativen im Sinne einer Kultur des Friedens (im Pfarrzentrum St. Kilian, am Donnerstagmorgen in der Freien Waldorfschule Erftstadt: Diskussion mit älteren Schülerinnen und Schülern) Sa., 3. Juli: Workshop für Erwachsene unter Leitung von Tony Schreiber, vor- und nachmittags in der Ausstellung (Anmeldung erbeten) So., 4. Juli: 9.45 h: Gottesdienst in St. Barbara zum Thema Kinderrechte Di., 6. Juli: 19.30 h: Sondervorstellung des Kommunalen Kinos in Köttingen: „Osama". Ein Film von Siddiq Barmak. Afghanistan, Irland, Japan 2003. Ausgezeichnet mit mehreren Preisen. Veranstaltet von der VHS Erftstadt, mit anschließender Diskussion, Eintritt: 3,50 € Mi., 7. Juli: 20.00 h: Martina Ruf, Mitarbeiterin der internationalen Nichtregierungsorganisation „Victims' Voice“ und der Psychologischen Ambulanz der Universität Konstanz, spricht über die Hilfe für kriegstraumatisierte Kinder und Erwachsene (im Pfarrzentrum St. Kilian, am Donnerstagmorgen im Gymnasium Lechenich) Sa., 10. Juli: Malwerkstatt für Kinder und Jugendliche unter Leitung von Tony Schreiber, vor- und nachmittags in der Ausstellung (Anmeldung erbeten) So., 11. Juli: Info-Stand von pax christi beim Pfarrfest von St. Barbara/St. Alban, Erftstadt-Liblar Mi., 14. Juli: 20.00 h: „Lieder, Gedichte und Geschichten für eine Kultur des Friedens“ – Lesung neuerer literarischer Texte mit musikalischen Beiträgen der Kölner Folk- und Politsängerin BLUE FLOWER. Die Texte stammen zum großen Teil von zwei renommierten Kinder- und Jugendbuchautoren, nämlich Irmela Wendt und Martin Auer. Es sind Geschichten und Gedichte für eine Kultur des Friedens, die für Kinder, Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen zugänglich sind. An diesem Abend gibt es auch einen Büchertisch mit Neuerscheinungen zum Thema unseres Projektes. Die Veranstaltung findet statt in den Ausstellungsräumen des Pfarrzentrum St. Kilian in Erftstadt-Lechenich, Franz-Busbach-Straße. Do., 15. Juli: 19.30 h: Philosophisches Café des Fördervereins der Stadtbücherei Erftstadt zum Thema “Menschenrechte – Kinderrechte“ in der Stadtbücherei Erftstadt, Dr.-Josef-Fieger-Straße So., 18. Juli: 10.00 - 17.00 h: terre des hommes, Indischer Basar, veranstaltet von Mitgliedern des Mädchencenters Lake Garden, Indien (im Pfarrzentrum St. Kilian)
Weitere
Veranstaltungen nach Vereinbarung
Vereinbarungen/Anmeldung bei Helmut Jaskolski, Kurt-Schumacher-Str, 30, 50374 Erftstadt, Telefon 02235-5786 Weitere allgemeine Hinweise auf die Ausstellung und das Gesamtprojekt auf den Webseiten des Vereins CulturCooperation Hamburg
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Abschlussbericht zu unserem Projekt
In
der Zeit vom 27. Juni bis zum 18. Juli 2004
wurde im Pfarrzentrum St. Kilian in Lechenich die Ausstellung "Ich hab’
den Krieg gezeichnet" gezeigt. Das
Ehepaar Françoise und Alfred Brauner hat seit dem Spanischen Bürgerkrieg
(1936) rund 2000 Kinderbilder aus den unterschiedlichsten Kriegsgebieten und
Verfolgungssituationen gesammelt und davon 78 Bilder für diese
Wanderausstellung zur Verfügung gestellt. Diese sind seit 1993 in verschiedenen
Zusammenstellungen zu jeweils 40 Bildern mit großer öffentlicher Resonanz in
über 150 Städten des In- und Auslandes gezeigt worden. Seit 1999 ist diese
Ausstellung der Grundstein für das Projekt "Krieg ist kein
Kinderspiel", das ein Kinder- und Jugendprogramm für den schulischen und
außerschulischen Bereich mit einem Veranstaltungsprogramm für Erwachsene
verbindet. Es wurde in mehreren Bundesländern, zuletzt in Berlin und
Brandenburg, mit finanzieller Unterstützung der EU-Kommission in Brüssel
durchgeführt. Obwohl diese Unterstützung im Jahre 2004 entfällt, realisierte
die pax christi-Gruppe das Projekt in Erftstadt mit Hilfe großzügiger
Sponsoren (Katholischer Fonds München, pax christi Bistumsstelle Köln,
Kirchengemeinden in Lechenich und Liblar sowie Dekanatsrat) und mit personeller
Mitarbeit befreundeter Bürgerinitiativen, insbesondere terre des hommes und
UNICEF.
Das
Projekt soll sich gemäß dem Konzept des Verleihers Cultur Cooperation e.V. mit
den unmittelbaren und langfristigen Folgen von Krieg und Gewalt aus der Sicht
von Kindern beschäftigen und für alternative Wege der gewaltfreien
Konfliktbearbeitung werben. Darauf sind die angebotenen Unterrichtsbausteine
für die Schulen und der beigegebene Medienkoffer mit Büchern, Videofilmen,
interaktiven CD-ROMs und Bildern abgestellt.
Von den sieben weiterführenden Schulen in Erftstadt nahmen sechs an dem Projekt teil. Jede Schule erhielt Ende April bei der Einführungsveranstaltung für interessierte Lehrerinnen und Lehrer von pax christi Erftstadt eine umfangreiche Mappe mit Unterrichtsbausteinen und einer eigens für Erftstadt erstellten Begleit-CD, die weiteres Material zugänglich macht. Themen der Unterrichtsbausteine sind 1. "Krieg spielen – Kriegsspiele", 2. "Krieg im Fernsehen", 3. "Kinder im Krieg" mit Fallstudien zu Vietnam, Jugoslawien und Kolumbien sowie zum Thema Kindersoldaten, 4. "Kinderzeichnungen im Krieg", 5. "Jeder zweite Flüchtling ist ein Kind", 6. Was ist Krieg?", 7. "Minen" und 8. "Gewaltfreie Konfliktbearbeitung". Die interessierten Lehrerinnen und Lehrer wurden durch Bernhard Nolz vom Siegener Zentrum für Friedenskultur in die Materialien und den Inhalt der Ausstellung eingeführt.
Die
pax christi-Gruppe gab dem Thema des Projektes einen besonderen Akzent, indem
sie die von den Vereinten Nationen für die Jahre 2001-2010 proklamierte
"Dekade für eine Kultur des Friedens und der Gewaltlosigkeit zugunsten der
Kinder dieser Welt" einbezog. Der Schwerpunkt dieser Dekade für das Jahr
2004 ist die Menschenrechtserziehung und damit verbunden das Thema
"Kinderrechte". Das Erftstädter Veranstaltungsprogramm legte auf
diesen Aspekt besonderen Wert. Zu diesem Zweck gab es zwei kleinere
Zusatzausstellungen der beteiligten Kinderhilfswerke und der Stadtbücherei
Erftstadt.
Und so sah der Veranstaltungskalender im Großen und Ganzen aus: Die beteiligten Schulen konnten mit Hilfe der didaktischen Anregungen und des Medienkoffers schon im Mai und Juni einzelne Unterrichtsstunden und ganze Unterrichtsreihen zu den vorgeschlagenen friedenspädagogischen Themen anbieten. Schwerpunkt für die Schulen war jedoch der Besuch der Ausstellung "Ich hab’ den Krieg gezeichnet" und das daran geknüpfte Begleitprogramm für Kinder und Jugendliche. Zwei in der Nähe gelegene Schulen besuchten die Ausstellung mit mehreren Klassen und Kursen. Es kamen auch viele andere Kinder und nahmen die Möglichkeit wahr, in den Ausstellungsräumen zu malen. Tony Schreiber arbeitete mit interessierten Kindern und Erwachsenen in zwei Workshops; ihr Thema waren malerische "Kontrafakturen" zu den Kriegsbildern, nämlich Bilder zu einer Welt ohne Krieg. Auch in den Schulen entstanden solche Bilder. Eine Auswahl davon wurde im September anlässlich der Eröffnung der "Interkulturellen Woche 2004" der Erzdiözese Köln ebenfalls im Pfarrzentrum ausgestellt. Ein Vortrags- und Diskussionsabend mit Clemens Ronnefeldt war der Analyse der internationalen Lage und den Alternativen einer Kultur des Friedens gewidmet. Zwei Diplompsychologen der Universität Konstanz stellten die Arbeit der Nichtregierungsorganisation "Victim’s Voice" vor (Hilfe für kriegstraumatisierte Kinder und Erwachsene). Die Referenten gingen zur Information und Diskussion am jeweils folgenden Tag auch in interessierte Schulen. Der Förderverein der Stadtbücherei steuerte ein Philosophisches Café über "Menschenrechte – Kinderrechte" bei und die Volkshochschule die Vorführung des Films "Osama" mit anschließender Diskussion. Ein literarisch-musikalischer Abend bot "Lieder, Gedichte und Geschichten für eine Kultur des Friedens". Während der Zeit der Ausstellung wurden zwei Sonntagsgottesdienste in den Ortsteilen Lechenich und Liblar zum Thema des Projekts von der pax christi-Gruppe mitgestaltet.
Das Projekt wurde von den Schulen und der Öffentlichkeit insgesamt gut angenommen. Die Ausstellung fand einen überdurchschnittlich guten Besuch. Die erreichten Kontakte zu den Schulen und zu den beteiligten örtlichen Kooperationspartnern sollen in Zukunft intensiv gepflegt werden, um den intendierten Zielen der Friedenspädagogik noch näher zu kommen.
Helmut Jaskolski
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Ein Blick in die Ausstellung |